Kategorie: corporate book

Buchbinderei Integralis gründet Verlag

4. August 2021 von Börsenblatt

Die Buchbinderei Integralis aus Ronnenberg bei Hannover ist seit Mai im Verlagsgeschäft aktiv – mit der Edition Integralis. Als erstes größeres Buchprojekt erscheint die auf zwölf Bände angelegte Reihe „morgen – wie wir leben werden“, herausgegeben von dem Berliner Publizisten und Grafikdesigner Eckard Christiani.

Die Ende Mai gestartete Magazin-Buchreihe „morgen – Wie wir leben wollen“ aus der Edition Integralis greift aktuelle Debatten auf und bietet überraschende Perspektivwechsel auf die Herausforderungen unserer Zeit, heißt es in einer Pressemitteilung. In Essays und Gesprächen kommen namhafte Expert*innen und mutige Macher*innen zu Wort. Der dritte Band der anspruchsvoll gestalteten Buchreihe erscheint Anfang September zu Fragen der Nachhaltigkeit, des Artensterbens und der Klimakrise („wie wir morgen nachhaltiger leben wollen“, 144 S., 24,80 €, ET: 13.9.).

Für Herausgeber Eckard Christiani ist die Reihe schon jetzt ein Erfolg: „Es gibt Komplexitäten in unserer Welt, die wir besser verstehen müssen, um Gewohnheiten verändern zu können. Ich freue mich sehr, dass ich dafür so viele Menschen gewinnen konnte. Das Feedback ist überwältigend!“

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Print! – Nachhaltiger als man denkt.

Wir sprachen mit Christian Lieb, einem der Chefs der Druckerei Gutenberg Beuys in Langenhagen bei Hannover, über Nachhaltigkeit im laufenden Geschäft.

Christian, ist für eure Kund*innen Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema?

Auf alle Fälle! Es fällt auf, je größer ein Unternehmen ist, desto wichtiger wird es auch genommen. Wir haben gerade für die Landeshauptstadt Hannover den sechsbändigen Nachhaltigkeitsbericht produziert – gedruckt auf Recyclingpapier aus 100 % Altpapier, zertifiziert mit dem Blauen Engel.

Nachhaltigkeitsbericht 2020 Hannover

Seid ihr eine Umweltdruckerei? Oder anders gefragt: Wie wichtig ist euch als Druckerei das Thema Nachhaltigkeit?

Wir sind tatsächlich so etwas wie eine Umweltdruckerei, auch wenn das im Namen Gutenberg Beuys nicht erscheint. Seit Gründung nutzen wir zum Beispiel ausschließlich Ökostrom, und wir haben unsere Entsorgung perfektioniert. Dass das auch marketingtechnisch relevant ist, haben wir erst von zwei oder drei Jahren entdeckt. (lacht) Vorher war es für uns tatsächlich selbstverständlich, so zu arbeiten. Tue Gutes und rede darüber. Das tun wir jetzt.

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Kein Säbelzahntiger an der Supermarktkasse

Das Multisense Institut hilft Unternehmen, die Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Psychologie und Sensorikforschung erfolgreich für Marken, Produkte und Kommunikation zu nutzen. Olaf Hartmann, Leiter des Instituts und Wegbereiter des multisensorischen Marketings in Deutschland, sprach mit uns über wissenschaftliche Grundlagen und Erkenntnisse. Wie identifiziert man brachliegende Potenziale, wie erarbeitet man effektive Strategien und Konzepte?

Olaf, was ist multisensorische Wahrnehmung und was hat das mit unserer Medienwelt zu tun?

Multisensorische Wahrnehmung ist im Wortsinne die menschliche Wahrnehmung, die sich aus mehreren Sinnen speist. Der Mensch ist – und wird es auch immer bleiben – ein multisensorisches Wesen. Er bezieht seine Informationen aus der Welt mit unterschiedlichen Sinnen und verbindet diese miteinander. Warum tut er das? Weil er so eine präzisere Abbildung der Wirklichkeit erhält. Dabei geht es ihm nicht um Wahrheit, sondern um Wirksamkeit in der Welt. Er verbindet die Sinneswahrnehmungen aus unterschiedlichen Kanälen und schafft sich so die Grundlage für ein besseres Urteil über die Welt, das sein Handeln erleichtert. 

Olaf Hartmann ist einer der Wegbereiter des multisensorischen Marketings in Deutschland. Als inspirierender Keynote-Speaker, Bestseller-Autor und Berater verweist er auf überzeugende Beispiele aus Forschung und Praxis.

Jeder Sinneskanal für sich beinhaltet Rauschen und hat blinde Flecken. Wenn man aber beispielsweise den Sehsinn mit dem Hörsinn kombiniert, hat man schon ein präziseres Abbild von der Welt. Der Sehsinn kombiniert mit dem Tastsinn schafft ein noch präziseres Abbild. Der Tastsinn ist dabei der einzige Sinn, mit dem wir die Welt berühren und im Wortsinne begreifen können. Mit dem Tastsinn können wir die Welt sogar manipulieren. Das Verb manipulieren geht auf das französische manipuler, „etwas mit der Hand bearbeiten“, zurück. Es ist aus dem lateinischen manipulus, „Handvoll, Bündel“, entlehnt, einer Bildung zum lateinischen manus, „Hand“, und dem Verb plere, „füllen“. 

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Der Anfang vom Ende unserer Endlichkeit

Was geschieht mit den Daten in den sozialen Netzwerken? Was passiert mit unseren Daten bei Google? Taugen diese Daten eventuell sogar, um uns später wieder digital entstehen zu lassen? Was soll von uns bleiben, wenn der biologische Körper gestorben ist? Wir fragten Kult-Regisseur Moritz Riesewieck, wie es um unsere digitale Unsterblichkeit bestellt ist.

Herr Riesewieck beschäftigen sich mit Themen, die die Nutzung von Social Media in ein ungewohntes, ungedachtes Licht rückt. Ihr Film The Cleaners von 2018 ist ein prominentes Beispiel dafür. Worum ging es da?

Moritz Riesewieck ist ein deutscher Theater- und Filmregisseur, sowie ein Drehbuch- und Sachbuchautor, außerdem Gründungsmitglied der Künstlergruppe Compagnie Laokoon.

Sowohl Hans als auch ich haben uns während des Schauspiel-Regiestudiums fürs Hier und Jetzt interessiert und Ausschau nach Themen gehalten, die interessant für dokumentarische Arbeiten sein könnten. Wir wollten damals noch das Dokumentarische mit dem Schauspiel kreuzen. Es ist auch schon länger unser Anliegen, Ausdrucks- und Erzählformen für das Digitale zu finden, weil wir den Eindruck hatten, dass sich viele nicht an diese Thematik herantrauen – es sei denn, sie haben ein Informatikstudium hinter sich. 


The Cleaners – Im Schatten der Netzwelt
(2018)
Der Film enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Genre: 
Documentary
Dauer: 1 Stunde 28 Minuten
Untertitel: Deutsch

Letztlich stecken hinter jedem Algorithmus, hinter jedem digitalen Device menschliche Entscheidungen oder irgendwelche Ideologien. Von Menschen für Menschen gemacht. Schon deshalb lohnt es, sich damit zu beschäftigen und nach Erzählformen zu fahnden. Es musste ein Thema her. Anfang 2016 war uns dann etwas aufgefallen: Wie kommt es eigentlich, dass wir auf Social-Media-Seiten im Netz mit Pornografie, mit Gewaltverherrlichung oder anderen verstörenden Inhalten vergleichsweise wenig behelligt werden, während gleichzeitig so viel Content stündlich, minütlich, sekündlich hochgeladen wird? Man muss annehmen, dass zwischen Hochladen und Medienkonsum irgendetwas passiert. Können Algorithmen solche Inhalte vollautomatisch erkennen und selbstständig löschen? Oder stecken da Menschen dahinter? Nach einer Onlinerecherche stießen wir auf eine Studie einer US-amerikanischen Medienwissenschaftlerin, die sich mit Content Moderation für Microsoft in den USA beschäftigte. Sie nahm an, dass ein Großteil dieser Arbeit in Schwellenländer, vor allem auf die Philippinen, outgesourct wird. Sie hatte allerdings keine Möglichkeiten, das vor Ort selbst zu recherchieren.

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Die Königsdisziplin der Kommunikationsbranche

Seit knapp zwei Monaten ist der erste Band der Magazinbuch-Reihe morgen – wie wir leben wollen als Corporate Publishing Projekt für die Integralis Gruppe im Einsatz und als Buch im Fachhandel erhältlich. Die Resonanz war überwältigend!

wie wir morgen essen und trinken wollen – ISBN: 978-3982280400

„In einer Welt, in der die Zahl der Medien und Plattformen exponentiell steigt und die Aufmerksamkeit der Verbraucher für Werbung in gleichem Maße sinkt, müssen Werbetreibende und Agenturen Content Marketing stärker ins Blickfeld rücken. Content is king. Content Marketing ist die Königsdisziplin der Kommunikationsbranche. Was Eckard Christiani mit seiner Buchreihe abliefert, ist für Unternehmen und Marken ein Paradebeispiel für individualisierbaren Content, für Corporate Publishing at its best. Vor allem aber, das ist mir als Mediaberater wichtig, für Qualität und Genuss, der Leser bereichert und begeistert“, meint „Mr. Media“ Thomas Koch.

Die Buchreihe morgen – wie wir leben wollenist relevanter Lesestoff für alle Menschen, die an unser aller Zukunft interessiert sind. Die erste Staffel beinhaltet zwölf Bücher – jedes mit originärem Inhalt, unaufgeregt uneitel, aber im Detail hochwertig gestaltet und jedes für sich buchbinderisch anders und besonders verarbeitet. 

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morgen – wie wir leben wollen

Das erste Magazin-Buch von morgen – wie wir leben wollen geht heute in den Druck. Band 1: wie wir morgen essen und trinken wollen wagt den Blick über den Tellerrand hinweg auf das große Ganze des globalen Ernährungssystems und auf kulinarische sowie künstlerische Ideen, auf das Philosophische und Visionäre. Essen ist lebensnotwendig und weit mehr als Ernährung. Es ist das Glück im Kleinen und lustvoller Genuss, es ist regionale Identität und eng mit unserer Geschichte und Kultur verbunden.

morgen Band 1: wie wir morgen essen und trinken wollen

Tolle Interviewpartner*innen. Birgit Behnke, Petra Beiße, Dr. Petra Bracht, Ullrich Fichtner, Dr. Jan Grossarth, Claudia Hauschild, Renate Künast, David Marx, Manuela Rehn und Katarina Schickling. Danke auch an die Autoren Jonathan Safran Foer und Bas Kast für ihre Beiträge. Danke an Michael Jungblut für wieder einmal hervorragende Fotografien und Julia Ochsenhirt für Illustrationen der Extraklasse.

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